Neuer Head of Fleet Sales Dietmar Rath im Interview: So baut BYD das Firmenkundengeschäft aus


Mit Dietmar Rath holt BYD Austria einen erfahrenen B2B- und Flottenexperten ins Team. Im Interview spricht er über seinen Wechsel, die nächsten Schritte im Flottengeschäft und darüber, wo er gemeinsam mit den BYD-Partnern weiteres Wachstumspotenzial sieht.

Dietmar Rath, Sie sind seit Anfang August als Head of Fleet Sales bei BYD Austria und waren davor Commercial Director bei Lynk & Co Austria. Warum wollten Sie gerade jetzt wieder näher ans operative Flottengeschäft?
Meine berufliche Laufbahn war stark vom Flottengeschäft geprägt. Bei diversen Marken und Dienstleistern habe ich mir ein großes Know-how sowie ein umfangreiches Netzwerk aufgebaut, aus dem gute Bekanntschaften und Freundschaften entstanden sind. Es ist meine Leidenschaft, und daher wollte ich wieder in diesem Bereich arbeiten – und zwar bei einer erfolgreichen, dynamischen Marke mit starkem Fokus auf Elektromobilität und Nachhaltigkeit. BYD ist genau diese Marke.
Sie folgen auf Katharina Williamson. Was übernehmen Sie aus der bestehenden Arbeit – und wo wollen Sie eigene Schwerpunkte setzen?
Kathi und ihr Team haben Beeindruckendes geleistet und eine starke Flottenkundenbasis für BYD geschaffen. Darauf möchte ich gemeinsam mit dem Team aufbauen und diese weiter ausbauen. Dabei will ich das Flottengeschäft auf das nächste Level heben, einen klar strukturierten Prozess für Firmenkunden und BYD Angebote etablieren sowie die BYD Partner stärker einbinden. Unser großes Ziel ist es, gemeinsam mit den Händlern das Flottengeschäft langfristig und erfolgreich weiterzuentwickeln.
Wie haben Sie Ihren ersten Monat als Dreambuilder erlebt – und was hat Sie bei BYD oder im neuen Team überrascht?
Teil der Dreambuilder zu sein, macht sehr viel Spaß und motiviert mich extrem. Vom ersten Tag an habe ich volle Unterstützung von allen Seiten bekommen, und das Flottenteam hat mir rasch die nötigen Informationen und Einschulungen gegeben, damit ich möglichst bald operativ tätig werden konnte. Was für mich sehr spannend zu beobachten war, ist, dass das gesamte BYD Team an einem Strang zieht, um die Marke in Österreich noch weiter voranzubringen. Das passiert mit einem hohen Grad an Eigenmotivation und Freude, und darum ist die Stimmung im Büro wirklich sehr gut und angenehm.
BYD ist in Österreich in den vergangenen Jahren stark gewachsen und verfügt mittlerweile über mehr als 50 BYD Partner. Wo steht die Marke heute im Flottengeschäft – und was ist der nächste Schritt?
BYD hat ein beeindruckendes Wachstum hingelegt, wie es meines Wissens kaum eine andere Marke geschafft hat. Der B2B-Anteil ist dabei bereits auf einem guten Niveau. Im Vergleich zu anderen Marken unter den Top-10 gibt es aber noch Potenzial. Dieses möchten wir gemeinsam mit dem Flottenteam und den BYD Partnern ausschöpfen, da ein starkes Flottengeschäft Stabilität und Planbarkeit im Verkauf bringt. Der nächste Schritt ist also, gemeinsam mit den Händlern den B2B-Bereich strukturiert und proaktiv anzugehen. Das BYD-Flottenteam und die BYD Partner werden künftig verstärkt lokale und internationale Flottenkunden in Österreich ansprechen und ihnen die Marke sowie attraktive Angebote näherbringen. Das Ziel sind zufriedene Firmenkunden und viele erfolgreiche Verkaufsabschlüsse.
Wenn Sie heute mit Verantwortlichen eines österreichischen Fuhrparks am Tisch sitzen: Welche drei Zahlen oder Fakten müssen Sie liefern, damit ein BYD wirtschaftlich interessant wird?
Für Fuhrparkverantwortliche ist natürlich die TCO (Total Cost of Ownership) eine der wichtigsten Kennzahlen. Sie umfasst unter anderem Leasingrate, Servicekosten, Verbrauch und Restwert. Aufgrund unseres Angebots sind wir hier absolut wettbewerbsfähig.
Speziell den Bereich Restwerte möchte ich hervorheben, weil ich das in dieser Form bei noch keiner anderen Marke erlebt habe: Bei BYD sind die Zulassungszahlen nämlich nicht durch Tageszulassungen, Demofahrzeuge oder große Mengen an Mietfahrzeugen getrieben – alles Faktoren, die sich negativ auf den Restwert auswirken können. Ebenso wird von Anfang an versucht, die BYD Modelle marktkonform zu bepreisen. Auch das wirkt sich positiv auf den Restwert aus, da Preiskorrekturen durch hohe Nachlässe vermieden werden. Eine weitere wichtige Kennzahl ist der niedrige CO₂-Ausstoß der Gesamtflotte. BYD hat den niedrigsten CO₂-Flottenausstoß unter den Top-10-Marken. 70 Prozent unserer verkauften Fahrzeuge sind vollelektrisch, der Rest entfällt auf unsere effizienten DM-i SUPER HYBRIDE. Für viele Unternehmen ist ein niedriger CO₂-Fußabdruck besonders wichtig. Mit dem Angebot von BYD lässt sich dieser im Fuhrpark vergleichsweise einfach reduzieren.
Wenn man Sie in zwölf Monaten fragt: An welchem konkreten Ergebnis würden Sie festmachen, dass Ihr erstes Jahr bei BYD erfolgreich war?
Ganz einfach: das Gesamtvolumen von BYD zu steigern – mit einem höheren Flottenanteil sowie einer Vielzahl neuer und zufriedener Flottenkunden.
Im zweiten Teil des Gesprächs geht es um den geplanten Sachbezug für elektrische Firmenwagen ab 2027. Dietmar Rath erklärt, wie stark die neue Regelung die Entscheidung für E-Dienstwagen beeinflussen könnte, welche Rolle der Anschaffungswert spielt und worauf Fuhrparkverantwortliche bei der Kostenrechnung achten sollten. Jetzt lesen.













